Nationalsozialismus
Als Hauptstadt des "3.Reiches" wurde von Berlin aus der nationalsozialistische Terror geplant, organisiert und gesteuert. Hier finden sich die authentischen Orte des Machtapparates sowie Orte der Verfolgung.

TOPOGRAHIE DES TERRORS
Die Ausstellung Topographie des Terrors befindet sich dort, wo die Nazis einst ihre zerstörten Terrorzentralen von SS und Gestapo installiert hatten. Der neue, bewusst nüchtern gehaltene Flachbau zeigt eine gute und sehr umfangreiche Ausstellung. Im Außenbereich führt ein Rundweg u.a. zu den Kelleranlagen mit dem Gestapo-Hausgefängnis. Die große, mit Schottersteinen aufgefüllte Freifläche lässt den Schluss zu, dass über diesen Ort des Schreckens kein Gras wachsen darf.

DENKMAL FÜR DIE ERMORDETEN JUDEN EUROPAS
Das sogenannte Holocaustdenkmal ist zwar kein authentischer Ort, aber seine exponierte Lage inmitten der Hauptstadt ganz in der Nähe des Brandenburger Tors untermauert das Bestreben, den Holocaust als wichtigen Bestandteil der deutschen Identität wachzuhalten. Man taucht hinab in das Stelenfeld aus 2711 Betonquadern und findet sich plötzlich in einem tiefen Meer aus Stille und Düsternis – sehr beeindruckend. Der unterirdisch gelegene Ort der Information zeigt die historische Dimension des Holocausts und schafft mit der Darstellung von Einzelschicksalen ein erstaunliche Nähe.

WEITERE GEDENKSTÄTTEN DER JUDENVERFOLGUNG:
- Otto Weidt Blindenwerkstatt, in der jüdische Arbeiter versteckt und gerettet wurden sowie die benachbarte Ausstellung Stille Helden (Nähe Hackesche Höfe),
- das Mahnmal zur „Fabrikaktion“ in der Rosenstraße, welche die Frauen ehrt, die ihre jüdischen Ehemänner mit lautstarken Protesten aus dem Sammellager befreiten (nahe Hackescher Markt).
- Außerhalb der Innenstadt ist „Gleis 17“ am S- Bahnhof Grunewald ein erschütterndes Dokument über die Deportationen in die Vernichtungslager, was in der Villa der Wannseekonferenz (in Zehlendorf/Wannsee) noch einmal von den Nazimördern ausdrücklich bestätigt wurde.
